Und plötzlich Julia

Kaum ist man ein paar Tage außer Landes, geht es den Rollenspielcharakteren an den Kragen….

Wer von Euch Rollenspiele spielt, kennt das vielleicht: Ein Mitglied aus der Gruppe verabschiedet sich aus persönlichen Gründen oder einfach Zeitmangel und der Gruppe stellt sich die Frage: Wohin mit dem Charakter? Der eine kehrt nach einem Ausflug in ein „Etablissement“ nicht zurück, der nächste zieht auf eine ganz persönliche Queste, wieder andere werden von einem Dämonen aufgefressen oder es trifft sie einfach der meisterliche Blitz.

Eine ähnliche Szene gibt es im „Hüter der Worte“, als Tom (mein literarisches Pendant) sich aus Zeitmangel aus seiner Gruppe verabschiedet und trotz Drohung seines „Meisters“, den Charakter sterben zu lassen, das Rollenspiel erst einmal sein lässt.

Daran fühlte ich mich erinnert, als Julia mir nun erzählte, dass ihr Charakter Nikki Bischoff Geschichte ist, auch wenn der Grund in diesem Fall nicht Zeitmangel war. Schade – Auch wenn ich, wie gesagt, keine besondere Beziehung zu Vampiren habe, hat mir der Ausflug ins „Theater der Vampire“ tierischen Spaß gemacht. Aber ohne Nikki gibt es für mich keinen Grund, dabei zu sein – beziehungsweise müsste ich über ein Charakterkonzept nachdenken, das nicht an diese Figur gekoppelt ist. Doch dazu fehlt mir die Zeit, und jetzt schließt sich der Kreis.

Die gute Nachricht: Julia kann endlich Julia sein. Und da Nikki kaum aus dem Jenseits weiterbloggen kann, ist Julia zu mir ins Blog gezogen. Wie ihr aus den letzten Kommentaren unschwer erraten konntet, hat sich zwischen Julia und mir sogar etwas mehr ergeben, als zwischen Nikki und Tom (der Figur im Theater der Vampire), die über eine freundschaftliche Annäherung nicht hinausgekommen sind… Das Beste an Nikki ist mir also erhalten geblieben :-)

Worüber Julia bloggen wird, weiß ich nicht gar nicht. Ich habe ein wenig die Befürchtung, dass es mich betreffen könnte. Da nun aber mehrfach der Wunsch geäußert wurde, dass ich mit mir und meinem Leben nicht so „hinterm Berg halten soll“, könnte das passen… schauen wir mal.

Ich freue mich jedenfalls sehr darüber, dass wir nun immerhin schon virtuell zusammenwohnen. Und noch mehr freue ich mich auf meinen Besuch am kommenden langen Wochenende. Nur noch fünf mal sykpen, dann sehe ich meine Julia „in echt“ wieder :-)

Es winkt Euch
Tom

Make-Up, Sneak Preview and Easter Egg

Keine Sorge, ich schreibe weiterhin auf Deutsch. Es passte nur gerade so gut: Der Webmaster meines Vertrauens hat in den letzten Tagen einige Änderungen am Blog umgesetzt. Neben dem Termin-Bereich, einem Impressum und der Seite "Die Worthüterin" gibt es jetzt auch eine versteckte Seite zu finden (Im Fachjargon „Easter Egg“* genannt). Sie ist nicht allzuschwer versteckt, einfach mit der Maus ein wenig herumfahren und nach einem Link suchen ;-)

In den nächsten Wochen werden hoffentlich auch endlich eine Leseprobe und das Cover online gehen können. Des Weiteren folgt das Kapitel, das aus Platzgründen aus dem Buch verschwinden musste, das ich Euch aber trotzdem nicht vorenthalten möchte. Es wird gerade noch Korrektur gelesen.

Zum Schluss folgt der Programmhinweis auf die Role-Playing-Convention in Köln. Dort wird das Buch im Rahmen eines kleinen „Castings“ im Lesecafé von Werkzeugs vorgestellt. Nähere Info erhaltet Ihr auf den Seiten der RPC.

Es grüßt Euch wie immer

Tom

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*Wikipedia nennt als Wortherkunft die Anleihe an Fabergé-Eier, den ersten Überraschungseiern der Geschichte. Ich habe dagegen gehört, dass das erste Easter Egg in einem Computer-Spiel tatsächlich als kleines pixeliges Ei dargestellt wurde. Wenn man darauf klickte, wurde der Name des Programmierers (vermutlich der im Wikipedia-Artikel genannte Warren Robinett) angezeigt, was auch als Geburtstunde der „Credits“ gilt. Inwieweit sich Robinett wiederum von Fabergé-Eiern oder den neuzeitlichen kinder-Produkten inspirieren ließ, sei mal dahingestellt. Aber vielleicht handelt es sich bei meiner Geschichte auch um ein wenig „Netlore“. Genug des herum-ge-geekes :-)

Blogempfehlung: Das Licht zwischen den Wolken

Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus.

Große Wolken auch. Einen besonderen Zauber können einzelne Sonnenstrahlen erschaffen, wenn sie zwischen drohenden Wolkenbergen hervorschimmern. Sie vermitteln die Gewissheit, dass es zwischen Naturgewalt und Dunkelheit immer noch ein Licht gibt, das Hoffnung, Liebe und Zuversicht verbreitet.

Das ist - für mich - die Botschaft dieses Buches, dessen Entstehung Ihr nun in diesem Blog begleiten könnt. Und ich hoffe sehr, dass der Titel vom Verlag nicht geändert wird.

Mit besten Empfehlungen

Tom

Privatsache

Wie Ihr ja bereits gemerkt habt, versuche ich mich in privaten Angelegenheiten in diesem Blog doch eher zurückzuhalten. Jetzt werde ich immer wieder mal gefragt, warum das so ist. Der Grund ist ganz einfach: Ich bin davon überzeugt, dass mein Privatleben die meisten ohnehin nicht interessiert, also schreibe ich auch kaum darüber.

Was mein Buch angeht, wird das hoffentlich bald (bald…!) viele interessieren. Da Buch und Autor und Hauptfigur und Blog-Autor nun irgendwie zwingend zusammenhängen, wird es immer dann, wenn es Berührungspunkte an einer dieser Schnittstellen gibt, auch weiterhin private Anmerkungen geben.

So wie jetzt: Ich werde mich in den nächsten Tagen für ungefähr drei Monate nach Warschau verabschieden und dort wie geplant mein zweites Auslandssemester einlegen. Das Internet ist dort genauso verfügbar wie hier, daher wird es Blogeinträge geben, aber nicht allzu häufig. Direkt im Anschluss geht es wie jeden Sommer für ca. 6 Wochen weiter zu meinem Bruder. Da bin ich häufig und gerne offline.

Und dann ist auch schon „Knaur Herbstprogramm 2012“.

Also:

„Widzimy sie w warszawie“ :-)

Tom

Versteckte Tiere in Hotels

Der dritte und letzte Beitrag zur Buchmesse Leipzig betrifft das Hotel. Ich habe sehr spät für unglaublich günstiges Geld ein Hotel nahe der Messe gefunden und das hätte mich misstrauisch machen sollen.

Nein, es hat mich misstrauisch gemacht. Da ich aber geringe Ansprüche in Bezug auf Hotels habe, war mir das egal.

Da Hotel erinnerte mich nun in unheimlicher Weise an das in Halle, das ich 2009 besucht habe: Geführt von einer liebenswürdigen Dame älteren Semesters mit regional passendem Akzent und dem Bedürfnis, mit mir über „Gott und die Welt“ zu plaudern.

Herbstvorschau, die Zweite

Mein persönliches Highlight der Buchmesse war natürlich das Treffen mit meinen Verlagsmenschen von Knauer, bei dem ich endlich erfahren habe, wie es mit „Hüter der Worte“ weitergeht.

Und während die Kolleginnen, Christiane Spies (Mondherz) und Mara Lang (Masken - unter magischer Herrschaft), die im Frühjahr 2012 bereits erschienen sind, ihre ersten Lesungen auf der Fantasy-Insel absolvierten, habe ich es mir in der Autorenlounge bequem gemacht. Je voller es wurde, umso angenehmer war der Umstand, sich inmitten der Massen zurückziehen und frei bewegen zu können. Ich möchte es nicht mehr missen ;-)

Viel wichtiger für Euch heimlichen Leserinnen und Leser sind natürlich die neuen Infos, die es rund um „Hüter der Worte“ gibt: Das Buch wird am Anfang des Programmes September oder Oktober 2012 erscheinen. Zwei Lesungen sind in Vorbereitung, weitere werde ich in den nächsten Monaten planen. Eine Leserunde im Forum www.leserunden.de der begeisternden und sympathischen „Foren-Mutti“ Susanne, die ich ebenfalls kennenlernen durfte, steht schon fest und wird am 02. November 2012 starten.

Wer von Euch nun Ideen hat, in welcher Stadt, auf welcher Convention oder sonstigen Veranstaltung ich im Herbst lesen sollte, der schreibe mir bitte eine Email. Darüber hinaus werde ich in den nächsten Wochen einen unregelmäßigen „Newsletter“ starten, in dem es weitere Informationen gibt. Wer auf die Mailing-Liste möchte, melde ich sich ebenfalls gern.

Euer Tom, der voller Tatendrang ist!

Erste Verleihung des Jury-Preises Seraph auf der Buchmesse Leipzig 2012

Bevor meine Eindrücke der Buchmesse endgültig im Alltag untergehen, möchte ich doch noch einmal auf die Preisverleihung des Seraph eingehen:

Herzlichen Glückwunsch dem verdienten Gewinner des besten Romans „Der letzte Schattenschnitzer“ von Christian von Aster. Er ist der Beweis dafür, dass Fantasy das Spiel mit den Alternativen ist und durchaus hintergründige Fragestellungen aufgreift.

Der Seraph ist aber, und das wird meistens – zumindest dort, wo ich darüber gelesen habe – übersehen, ein dotierter Nachwuchspreis. Das ist bisher einzigartig in diesem Genre! Ich hoffe sehr, dass diese Tatsache in Kombination mit der kompetent besetzten Jury, die sich aus Journalisten, Verlagslektoren und Lesern zusammensetzt, der Fantasy weiteren Auftrieb gibt.

Fantastik ist was und kann was. Punkt!

Die erste Preisträgerin des Nachwuchspreises ist Nina Marewski mit ihrem Debüt „Die Moldau im Schrank“. Ich muss gestehen, dass mich Klappentext und Thema zunächst nicht angesprochen haben, doch die Lesung am Abend nach der Preisverleihung war unerwartet überzeugend. Eine schöner tiefsinniger Ansatz.

Bleibt noch das „Ambiente“, das ich Euch nicht vorenthalten möchte: Der Kuchen war sehr lecker (Ich fand, er hatte ein bisschen zu wenig Marzipananteil, aber darüber will ich mal hinwegsehen). Die schwarze Seraph-Statue ist wunderschön gelungen und weckte in mir tatsächlich dieses „Haben wollen-Gefühl…“. Tja, vielleicht gibt es sie eines Tages als Merchandise-Gimmick ;-)

Schaut Euch ruhig auch die anderen Nominierten an und lasst Euch ein wenig neugierig machen!

Es grüßt Euch Tom

Druckfrisch bricht eine Lanze für die Fantasy

Das Genre Fantasy, wie auch immer es definiert ist, zu verurteilen, ist ja nicht neu. Die kürzlichen Aussagen einer nicht näher genannten ehemaligen Literaturkritikerin haben zum Glück nicht das Aufsehen erregt, welches diese ehemalige Literaturkritikerin sich vermutlich gewünscht hat. Dennoch freue ich mich über diesen Beitrag: In der Sendung Druckfrisch empfiehlt Denis Scheck Patrick Rothfuss' Werk "Die Furcht des Weisen".


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