Die Leiden des jungen Tom

Jetzt ist es also endlich soweit. Ich habe mein Exposé an drei Verlage geschickt und warte nun auf eine Rückmeldung (was schlimmer ist, als auf das Ergebnis meiner Bachelorarbeit gewartet zu haben, das sei jedoch nur am Rande erwähnt).
Was die Sache echt schwierig macht: Ich weiß, meine Geschichte ist gut. Meine Idee vielleicht nicht brandneu, aber die Umsetzung kenne ich so nicht. Die Art, wie ich schreibe, gefällt bisher den meisten von denen, die es gelesen haben (nicht allen, aber man kann es schließlich nicht jedem recht machen, oder?).
Also grundsätzlich erst einmal eine gute Voraussetzung. Wovon hängt es nun ab, ob sich ein Verlag interessiert? Die erschreckende Antwort: Vermutlich vom Zufall. Wie Leonard Mlodinow in dem sehr lesenswerten Buch „Wenn Gott würfelt“ zu diesem Thema schreibt, ist es nicht immer entscheidend, wie gut oder schlecht eine Geschichte ist, wie gut oder schlecht sie präsentiert wird oder was auch immer, sondern noch von vielen anderen Faktoren. J.K. Rowling hat, so Mlodinow, Harry Potter acht Verlagen angeboten, ehe sie den Zuschlag erhielt. Das macht sieben Verlage beziehungsweise Lektoren, die sich wohl ziemlich geärgert haben.
Für mich heißt es erst einmal, auf mein Glück zu hoffen. Und darauf, dass mein Exposé meine komplexe Idee auch einigermaßen verständlich darstellt. Es macht keinen Spaß, auf so etwas zu warten... . Zumal der Ausgang höchst ungewiss ist (im Gegensatz zu meiner Bachelorarbeit, das sei jedoch nur am Rande erwähnt).
Meine ursprüngliche Idee war ja, mein Buch hier auf dieser Webseite zu veröffentlichen und mich gar nicht weiter um Verlage, Book on Demand oder ähnliches zu scheren. Jetzt habe ich jedoch Zweifel, denn es müsste wenigstens (!!) Korrektur gelesen werden, damit Rechtschreibfehler oder Grammatikfehler wie „eine Wort“ korrigiert werden. Ihr wisst sicher selbst, wie schnell so etwas beim Tippen passiert, von fehlerhaften Worten wie „uns“ statt „und“ oder „wie“ statt „wir“ mal abgesehen. So was findet keine Rechtschreibprüfung....
Korrektur aber kostet Geld. Und was, wenn jemand meine Worthüter abschreibt und veröffentlicht? Wie könnte ich nachweisen, dass ich es geschrieben habe? Meine Webseite notariell schützen? Mal abgesehen davon, ob dies möglich wäre (ihr merkt gerade, wie viel Ahnung ich von solchen Dingen habe – nämlich keine!), kostet das sicher auch wieder Geld. Notare arbeiten selten umsonst.
Also erst einmal weiter warten.... und leiden....
In steter Ungeduld ;-)
Euer Tom

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