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Es bleibt ruhig

Schriftsteller sollten schreiben oder so ähnlich habe ich es irgendwo gelesen. Nur zu wahr...

Ende Juli werde ich das Manuskript abgeben und was zunächst nach einem geschmeidigen Zeitplan aussah, fängt nun doch an, verdammt knapp zu werden. Nun, das bin ich nicht anders von mir gewohnt. Aber es sei der Vollständigkeit halber erwähnt.

Im August und September geht es dann erst einmal nach Australien. Neben einem ausgedehnten Familienbesuch habe ich einen Auftrag über eine kleine Blog-Reportage über Work & Travel bekommen. Das heißt aber, dass ich diesen Blog hier weiterhin ordentlich vernachlässigen werde.

Geplant sind eigentlich ein paar Betrachtungen zur derzeitigen Entwicklung am Buchmarkt sowie über das Thema "Eskapismus & Fantasy", da ich darüber in letzter Zeit einige Diskussionen führen "musste" (es ist schon erstaunlich, wie sehr sich Menschen darüber wundern, dass es Spaß macht, Fantasy zu schreiben und auch noch damit Geld verdienen zu wollen). Außerdem ist eine Serie über die besten "Outtakes" geplant, auf die mich meine Testleser hingewiesen haben.

Aber wie gesagt: Sorry, Leute, erst einmal bleibt es ruhig.

In diesem Sinne: genießt den Sommer :-)

Es grüßt Euch Euer Tom

Ausgewartet!

"...und dann ging auf einmal alles ganz schnell..."

Ein sehr beliebter Satz in Büchern, wenn der finale Showdown beginnt. Aber manchmal trifft er auch auf das wahre Leben zu. Es gab einen kurzen aber intensiven Austausch mit dem Verlag meiner Wahl und schon waren wir uns einig. Mein Buch wird also im Frühjahrsprogramm 2012 als Taschenbuch in einem namhaften Verlag mit einer schönen Startauflage erscheinen.

Ich gehe dann erst einmal vor Stolz platzen, bevor ich mehr darüber verrate :-)

Strahlend, Euer Tom

Fertig!

Ich melde Vollzug...

Am 28.02.2011 habe ich das letzte Wort geschrieben und damit die erste Manuskriptversion offiziell beendet. In den letzten 14 Tagen haben nun fleissige Testleser gelesen, kommentiert, verbessert und mir eine Menge Arbeit gemacht. Danke dafür :-)

Nun, seit heute morgen, 14.03.2011 liegt also dem Verlag die Rohfassung vor. Jetzt heißt es wieder warten auf die finale Entscheidung.

Glücklich und vor Ungeduld zappelnd
Euer Tom

Viele Zweifel

Es ist nun ungefähr ein Jahr her, dass der erste Entwurf meines Buches fertig wurde. Der Entwurf, den ich bereits erwähnt habe, den man kaum ein Buch nennen konnte, weil ihm eklatante Dinge fehlten, die ein Buch ausmachen – und damit meine ich nicht einen Buchdeckel oder ein Bild auf dem Titel. Vielmehr war das Grundgerüst der Geschichte wackelig und nicht stimmig. Es schwankte und gab schnell nach, konnte beim kleinsten Kritikstoß in seinem Logikaufbau zusammenbrechen.
Jetzt frage ich Euch, bin ich wirklich weiter?
Ich habe ein Fundament gebaut, Tonnen von Material angeschafft, das Gerüst gestützt und dem ganzen Halt gegeben. Aber gestern hörte ich wieder das, was ich selbst mehr als deutlich weiß: Ich baue eine Kathedrale. Ich sollte doch erst einmal mit einer Kapelle beginnen.
Das klingt sehr – extrem! - vernünftig. Aber ich weiß nicht, ob ich das möchte. Zweifel bleiben dennoch.

Dazu passt auch dieses:
Sollte sich tatsächlich mal ein Auswärtiger auf diese Seiten verwirren, wird er vermutlich sagen:

Nein, ich habe immer noch nicht geringste Ahnung, worum es hier geht! Ein Buch, na gut. Vermutlich Fantasy, mag sein! Aber sonst? Nichts, also was soll das hier?!

Nun, ist zwar etwas schade, zunächst jedoch nicht zu ändern. Ich habe jetzt schon angefangen, diese Seite zu füllen, weil ich den Schaffensprozess von Anfang an dokumentieren möchte. Zunächst einmal nur für mich, dann zum Teil auch für meine fleißigen Testleser. Denen ich an dieser Stelle zum ersten Mal und lange nicht zum letzten Mal danken möchte:

Vielen vielen Dank Euch :-)

Es verbeugt sich vor Eurem Engagement
Tom

Die Leiden des jungen Tom - haben ein Ende...

Nur ein kurzes Update zum Post von vorgestern:
Hab ich es doch gewusst! Der erste Verlag hat eine positive Rückmeldung und erstes Interesse bekundet! Ist das nicht großartig?!
Es freut sich und strahlt
Euer Tom

Die Leiden des jungen Tom

Jetzt ist es also endlich soweit. Ich habe mein Exposé an drei Verlage geschickt und warte nun auf eine Rückmeldung (was schlimmer ist, als auf das Ergebnis meiner Bachelorarbeit gewartet zu haben, das sei jedoch nur am Rande erwähnt).
Was die Sache echt schwierig macht: Ich weiß, meine Geschichte ist gut. Meine Idee vielleicht nicht brandneu, aber die Umsetzung kenne ich so nicht. Die Art, wie ich schreibe, gefällt bisher den meisten von denen, die es gelesen haben (nicht allen, aber man kann es schließlich nicht jedem recht machen, oder?).
Also grundsätzlich erst einmal eine gute Voraussetzung. Wovon hängt es nun ab, ob sich ein Verlag interessiert? Die erschreckende Antwort: Vermutlich vom Zufall. Wie Leonard Mlodinow in dem sehr lesenswerten Buch „Wenn Gott würfelt“ zu diesem Thema schreibt, ist es nicht immer entscheidend, wie gut oder schlecht eine Geschichte ist, wie gut oder schlecht sie präsentiert wird oder was auch immer, sondern noch von vielen anderen Faktoren. J.K. Rowling hat, so Mlodinow, Harry Potter acht Verlagen angeboten, ehe sie den Zuschlag erhielt. Das macht sieben Verlage beziehungsweise Lektoren, die sich wohl ziemlich geärgert haben.
Für mich heißt es erst einmal, auf mein Glück zu hoffen. Und darauf, dass mein Exposé meine komplexe Idee auch einigermaßen verständlich darstellt. Es macht keinen Spaß, auf so etwas zu warten... . Zumal der Ausgang höchst ungewiss ist (im Gegensatz zu meiner Bachelorarbeit, das sei jedoch nur am Rande erwähnt).
Meine ursprüngliche Idee war ja, mein Buch hier auf dieser Webseite zu veröffentlichen und mich gar nicht weiter um Verlage, Book on Demand oder ähnliches zu scheren. Jetzt habe ich jedoch Zweifel, denn es müsste wenigstens (!!) Korrektur gelesen werden, damit Rechtschreibfehler oder Grammatikfehler wie „eine Wort“ korrigiert werden. Ihr wisst sicher selbst, wie schnell so etwas beim Tippen passiert, von fehlerhaften Worten wie „uns“ statt „und“ oder „wie“ statt „wir“ mal abgesehen. So was findet keine Rechtschreibprüfung....
Korrektur aber kostet Geld. Und was, wenn jemand meine Worthüter abschreibt und veröffentlicht? Wie könnte ich nachweisen, dass ich es geschrieben habe? Meine Webseite notariell schützen? Mal abgesehen davon, ob dies möglich wäre (ihr merkt gerade, wie viel Ahnung ich von solchen Dingen habe – nämlich keine!), kostet das sicher auch wieder Geld. Notare arbeiten selten umsonst.
Also erst einmal weiter warten.... und leiden....
In steter Ungeduld ;-)
Euer Tom

Eins, zwei oder drei?

Mal abgesehen von den üblichen jahreszeitlichen Erschütterungen, die im Dezember unausweichlich auf einen zukommen, waren die letzten Wochen angefüllt mit gedanklicher und tatsächlicher Arbeit.
Um es auf den Punkt zu bringen:

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Knappe zwei Tage mit der Lektorin im November haben einige Aha-Erlebnisse ausgelöst, vieles in Frage gestellt und einige Entscheidungen gebracht – die zwar noch nicht in Stein gemeißelt, jedoch eben im Sinne des Wortes entscheidend ;-) für mein Buch und dessen Aufbau werden. Das Ergebnis:
  • Es wird nicht ein Buch, sondern vermutlich drei
  • Mehrere Charaktere werden in der zukünftigen Version verschwinden
  • Viele Fäden, die viel zu vage angelegt waren, werden Tiefe bekommen und Raum einnehmen
Doch das wichtigste: Die gesamte Arbeit wird solange auf Eis gelegt, bis der hauptsächliche Handlungsfaden vorhanden, durchdacht und so stark ist, dass er trägt. Daran arbeite ich.
Viel wichtiger ist, dass ich erst noch ein wenig üben muss, Handlungen aufzubauen. Dazu habe ich ein Angebot bekommen, bei dem ich mich immer noch kneifen muss, damit ich glaube, dass es wahr ist. Konkret werde ich für einen Verlag mit gutem Namen zusammen mit der Lektorin ein Kinder-Fantasy-Buch schreiben. Neben der praktischen Erfahrung, die ich dadurch sammeln kann, habe ich damit auch gleich eine Referenz, nämlich eine Veröffentlichung, die es mir später leichter machen wird, mein eigenes Buch zu platzieren.
Ist das gut, oder ist das gut? Ich finde es jedenfalls herrlich :-)
Es grüßt Euch
Tom

Was mache ich hier nur?

Diese Frage habe ich mir extrem oft gestellt, in den letzten Tagen.


Ich habe schon jetzt wieder viel mehr Zeit in das Projekt Buch gesteckt, als gut für mich ist, denn diese Zeit fehlt mir für andere, streng genommen wichtigere Dinge.


Dennoch, manchmal ist es wie eine Sucht. Dabei rede ich nicht davon, so eine Art Flow zu erleben, wenn man sich richtig in seine Schreiberei vertieft und die Worte wortwörtlich wie von selbst aus einem heraus fließen. Sondern ich meine auch das Handwerkliche, mir macht es riesigen Spaß, seitdem ich meine zu wissen, wie es geht (vielleicht „noch“? ;-)). Tatsächlich habe ich bisher gedacht, man bräuchte „nur“ Talent und eine nette „Schreibe“, um ein gutes Buch zu verfassen. Inzwischen weiß ich jedoch, dass jeder Autor sich früher oder später hinsetzen, für einzelne Handlungsstränge Abläufe planen, Charakter-Plots miteinander in Einklang bringen und dabei sehr rational und ganz nüchtern vorgehen muss.


Konkret heißt das, ich habe mir ein Modell (das Dreiakt-Modell) genommen und in einer Excel-Liste Stück für Stück den gesamten Ablauf neu geplant, kombiniert und in eine Struktur gebracht. Dabei festgestellt, dass vieles von dem, was ich mir bisher ausgedacht habe, so nicht funktioniert. Tatsächlich sind höchstens Zwei-Drittel meiner bisherigen Geschichte noch verwertbar, es gibt einen Protagonisten weniger (nur noch drei), eine Nebenfigur ist ganz verschwunden. Jetzt fühle ich mich gewappnet und hoffe, dass die Lektorin nicht alle neuen Ansätze in der Luft zerreisst!


Wem das nun zu desillusionierend klingt, was den kreativen Prozess angeht, dem sei gesagt, dass meine Erkenntnisse weder neu noch einmalig sind: ich empfehle die Lektüre von Patrick Rothfuss' Blog: „Everyone hates their job sometimes“, indem er sehr deutlich darstellt, dass Schreiben bei aller Kreativität keine einfache Arbeit ist, und vor allem keine, die „jeder mal einfach so“ machen könnte. Patrick Rothfuss gilt heute (zu Recht!) mit „The Name of the Wind“ (dt. Der Name des Windes) als Nachwuchsstar der epischen Fantasy. Doch auch er wurde jahrelang von Verlagen abgewiesen und sein Potenzial blieb lange unbemerkt, bis ihm der Zufall half.


Wisst ihr, das gibt mir Hoffnung...
Es grüßt Euch
Tom


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