Outtakes (2/8) - Real-Welt-Assoziationen im Fantasy-Setting

Vielen Dank schon einmal für Eure ganzen Rückmeldungen (auch wenn das angesichts der beiden Kommentare seltsam klingt, aber Ihr nutzt ja auch facebook, Email und vor allem RL…). Teil zwei der Serie behandelt nun meine Schwurbel-Neigung. Was dabei herauskommt, wenn ich versucht habe, etwas besonders umständlich auszudrücken (und dabei Gedanken an das "wahre Leben" provoziere), könnt Ihr hier lesen:

Outtakes 2 - Spezielle sprachliche Missgriffe: Real-Welt-Assoziationen im Fantasy-Setting
(kursiv und linksbündig: Textausschnitt, rechtsbündig: Kommentar)

…Den er jedoch schnell schätzen gelernt hatte und der ihn mit seiner Umsicht und gelassenem Pflichtbewusstsein fast so beeindruckte wie Nolen.

Böhrk... DAS ist eine wirklich seltsame Formulierung, auch wenn
sie in ihren Inhalten nachvollziehbar ist (...). Aber irgendwie ist ja hier
auch so eine Sicht von Laryon eingenommen worden und wenn ihm
so was in einem solchen Moment durch den Kopf schießt, dann
sollte er Versicherungsvertreter werden.


Auf einem der Stapel thronte ein kleiner silberner Laptop, ein Fremdkörper inmitten der eher wie eine mittelalterliche Schreibstube anmutenden Umgebung des Archives.

Mit einem leuchtenden Apfel drauf oder was?


„Es muss schön hier sein im Sommer“, raunte Fynn ehrfurchtsvoll.

HAHAHA! Krasser erster Gedanke an dieser Stelle.
Noch kein Abenteuer erlebt und schon an Urlaub
denken...aber naja, so ist sie, die junge Generation...


Er fühlte sich zwar zum ersten Mal angemessen traurig, aber auch merkwürdig erleichtert.

Das klingt eher technisch (oha... heute mal angemessen,
6 von 10 auf der Tränendrüsenskala...).


Mellie, Fynn, Bendis und vier weitere Personen betraten nacheinander den Raum und nahmen in der Runde Platz. Jemand brachte warme Getränke sowie Krüge mit Saft und Wasser.

Liegen da zufällig auch Kugelschreiber und Blöcke
mit dem Aufdruck „Die Halle“ auf dem Tisch? ;)


Laryon, bist du bereit, diese Gruppe anzuführen?“, mischte sich Trakan in ihre stumme Auseinandersetzung.
Laryons Kopf flog herum. „Auf keinen Fall.“

Cool. Bislang war das so eine Art Fantasy-Pendant
zu Aufsichtsrat-Treffen; hier wird jetzt eine Beförderung
ausgesprochen und der Betroffene sagt einfach „Nö“ :)


Doch er hatte während seiner Ausbildung gelernt, dass die Erfahrung einer Kampfhandlung mit tödlichem Ausgang eine schwere Belastung darstellen konnte.

Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade ein
Formular wg. Rente usw. ausgefüllt habe... aber
„Kampfhandlung mit tödlichem Ausgang“ ist eine
sehr, sehr technische Beschreibung.


„Danach gaben unsere Gegner den Widerstand auf.“

Und hier redet der unerfahrene Fynn auf einmal,
als würde er aus dem Heeresbericht zitieren…^^


„Er war mir körperlich weit überlegen.“

und auch das klingt weniger nach einer Rückschau
eines fast Gestorbenen als mehr nach einem Zitat aus
einem wissenschaftlichen Paper^^


„Vielleicht würden sie den Opfern der Schwarzkünstler eine Starthilfe sein.“

eine Starthilfe bei…? Das erinnert mich an Wirtschafts-
deutsch und Existenzgründerunterstützung :-P

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