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Outtakes (2/8) - Real-Welt-Assoziationen im Fantasy-Setting

Vielen Dank schon einmal für Eure ganzen Rückmeldungen (auch wenn das angesichts der beiden Kommentare seltsam klingt, aber Ihr nutzt ja auch facebook, Email und vor allem RL…). Teil zwei der Serie behandelt nun meine Schwurbel-Neigung. Was dabei herauskommt, wenn ich versucht habe, etwas besonders umständlich auszudrücken (und dabei Gedanken an das "wahre Leben" provoziere), könnt Ihr hier lesen:

Outtakes (1/8) - sprachliche Missgriffe

Vor ungefähr drei Jahren in einem der ersten Exposés passierte folgender Tippfehler: Er sah sie und fand sich wunderschön.

Die Lektorin setzte einen Kommentar an den Rand: Wirklich „sich“? Nicht „sie“?

Natürlich fand derjenige „sie“ schön und nicht „sich“. Solche Vertippter passieren einfach, und dagegen ist jede Rechtschreibprüfung machtlos. Mir hat der Kommentar damals aber viel Spaß gemacht. Daher habe ich mal einige – wie ich finde - gelungene Pannen gesammelt.

Das ist gleichzeitig ein kleines Dankeschön an meine Testleser. Denn das Schreiben eines Textes ist die eine (meistens schöne) Sache. Das mehrfache Überarbeiten eine ganz andere, nämlich manchmal eine anstrengende und frustrierende. Da hat mir so mancher Kommentar geholfen, sowohl das kleine Lob, wenn Euch etwas gut gefallen hat, als auch spitze Bemerkungen, wenn ich offensichtlichen Bullshit geschrieben habe.

Die Ausschnitte sind natürlich inzwischen ausnahmslos überarbeitet/ ergänzt/ gelöscht. Sie sind nicht chronologisch, sollten (bis auf ein paar Namen) nichts spoilern und sind hoffentlich selbsterklärend.

Die gesamte Serie umfasst acht Teile, die ich in den nächsten Wochen online stellen werde.

Genug der Vorrede, los geht’s!

10 Testleser - 20 Meinungen

Auf der Buchmesse in Leipzig habe ich die Agentur-Kollegin Lea Melcher kennengelernt. Wie es im Netz eben so geht, haben wir uns über die Monate per Mail intensiver ausgetauscht und arbeiten locker zusammen, was mir bisher sehr, sehr gut gefällt!

Lea hat jetzt ihr erstes Manuskript abgegeben. Wie es ihr dabei geht, könnt Ihr hier nachlesen.

Ich habe ihr kurz vorher eine Mut-Mach-Mail geschrieben. Lea schreibt:

 

"Ach ja, besonders gefallen hat mir: 10 Leser, 20 Meinungen"


Und zu dieser Rückmeldung muss ich noch etwas hinzufügen: Das war eher untertrieben. Mein Problem ist und bleibt ein Reflex, es allen recht machen zu wollen. Bei mir lief das zum Beispiel so ab:


Buchszene wird von 3 Lesern testgelesen:

  • Leser 1: Gefällt mir nicht
  • Leser 2: Naja, kann man ändern, muss aber nicht
  • Leser 3: *meldet sich nicht zurück* 

Nach erster Überarbeitung der Szene:

  • Leser 3: Och, ich fand die toll, wie die vorher war
  • Leser 1: Das hab' ich so gar nicht gemeint, sondern...
  • Leser 2: Jetzt ist viel besser

Nach teilweiser Zurücknahme der Änderung:

  • Leser 1: Jetzt ist super!
  • Leser 3: Nee, jetzt ist es nichts Halbes, nichts Ganzes mehr
  • Leser 2: Ist prima, aber wegen mir hättest du es ja nicht ändern müssen...
  • Autor: *schreit hysterisch und lässt es dann so*

Nach Abgabe an den Verlag:

  • Lektor: Hm, die Szene müssen wir aber nochmal überarbeiten.
  • Autor: Aber die Testleser...
  • Lektor: Ja, Testleser...

Seitenwechsel

Im Dezember, beim bereits erwähnten Agenturbrunch hat mich einer der Kollegen gefragt (Oder habe ich es ihm angeboten? Irgendwie war es ein bisschen von beidem), ob ich sein neues Buch testlesen möchte. Ich bin ein neugieriger Mensch und habe natürlich zugesagt, oder hätte jemand von Euch ernsthaft etwas anderes erwartet?!

Jetzt lese ist also und kann meine Testleser auf einmal sehr viel besser verstehen. Insofern ist es wieder eine wichtige Erfahrung mehr: Es ist eine seltsame Sache, ein Buch zu lesen, in dessen Geschichte man eingreifen kann. Plötzlich hat man als Leser Macht über Wohl und Wehe der Gestalten und der Handlung. Theoretisch genügt ein böses Wort und der weitere Handlungsverlauf sieht ganz anders aus.

Es bleibt ruhig

Schriftsteller sollten schreiben oder so ähnlich habe ich es irgendwo gelesen. Nur zu wahr...

Ende Juli werde ich das Manuskript abgeben und was zunächst nach einem geschmeidigen Zeitplan aussah, fängt nun doch an, verdammt knapp zu werden. Nun, das bin ich nicht anders von mir gewohnt. Aber es sei der Vollständigkeit halber erwähnt.

Im August und September geht es dann erst einmal nach Australien. Neben einem ausgedehnten Familienbesuch habe ich einen Auftrag über eine kleine Blog-Reportage über Work & Travel bekommen. Das heißt aber, dass ich diesen Blog hier weiterhin ordentlich vernachlässigen werde.

Geplant sind eigentlich ein paar Betrachtungen zur derzeitigen Entwicklung am Buchmarkt sowie über das Thema "Eskapismus & Fantasy", da ich darüber in letzter Zeit einige Diskussionen führen "musste" (es ist schon erstaunlich, wie sehr sich Menschen darüber wundern, dass es Spaß macht, Fantasy zu schreiben und auch noch damit Geld verdienen zu wollen). Außerdem ist eine Serie über die besten "Outtakes" geplant, auf die mich meine Testleser hingewiesen haben.

Aber wie gesagt: Sorry, Leute, erst einmal bleibt es ruhig.

In diesem Sinne: genießt den Sommer :-)

Es grüßt Euch Euer Tom


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